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Zillertal Sehenswürdigkeiten

Eine Fahrt mit der Alpen-Achterbahn, eine Wanderung über die Zillertaler Alpen oder ein Besuch in der Spannagelhöhle, entdecken Sie die verschiedensten Aspekte einer faszinierenden Region. Wir haben für Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten im Zillertal zusammengestellt. Weitere Informationen finden Sie in unseren Reiseinformationen oder in der Rubrik Zillertal Bilder.


Autor: Holger.Ellgaard Lizenz: GNU

Zillertalbahn

Mit kaum einem anderen Verkehrsmittel können Sie so entspannt das schöne Zillertal erleben wie mit der Zillertalbahn. Die schmalspurige Bahn legt im Halbstundentakt die 32 Kilometer lange Strecke zwischen Jenbach und Mayrhofen zurück und passiert dabei zahlreiche Brücken und Tunnel. Lassen Sie die malerische Berglandschaft vorbeiziehen und genießen Sie den Ausblick und das tolle Bergpanorama.

Der Bau einer Eisenbahn in dieser Region wurde erstmals bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts besprochen. Grund dafür war der schlechte Zustand der Straße, die durch ihre engen Kurven und sumpfigen Teile nur mit Pferden passiert werden konnte. Nach einer langen Entscheidungsfindung und Bauzeit mit finanziellen Problemen wurde die erste Bahn im Juli 1902 in Betrieb genommen.

Richtig spannend wird es bei einer Fahrt mit dem nostalgischen Dampfzug aus dieser Anfangszeit oder mit dem Hobbyzug. Hier können sich interessierte Mitfahrer als Lokführer ausprobieren und dürfen den Zug selbst zum Ziel fahren.

Ein ganz besonderes Highlight ist der Kristallwagon der Zillertalbahn. Über 60.000 Swarowski-Steine sorgen für ein glitzerndes und funkelndes Fahrerlebnis, das für besondere Events wie Geburtstagsfeiern gebucht werden kann. Zum Jahreswechsel steht der Silvesterzug der Zillertalbahn bereit. Mit musikalischer Untermalung im Zug und an den Bahnhöfen wird bereits ab dem Silvestermorgen für gute Stimmung gesorgt, um das alte Jahr würdig zu verabschieden und das neue zu begrüßen.


Autor: Bernd Haynold Lizenz: GNU

Hochfeiler

Der Hochfeiler (italienisch: Gran Pilastro) ist mit 3510 Metern der höchste Berg des Zillertals. Sein Gipfel liegt genau auf dem Hauptkamm des als „Zillertaler Alpen“ bezeichneten Bergmassivs und trennt das österreichische Tirol von der italienischen Provinz „Südtirol“.

Der Hochfeiler ist von Gletschern umgeben. Nördlich und östlich des Berges erstreckt sich der Schlegeiskees, welcher als größter Gletscher des Gebietes gilt. Südlich liegt der Gliderferner Gletscher, im Westen der Weißkarferner Gletscher.

Benachbarte Berge sind im Osten der Hohe Weißzint mit einer Höhe von 3371 Metern und im Nordwesten die 3463 Meter hohe Hochfernerspitze.

Bekannt ist der Hochfeiler vor allem durch die „Hochfeiler-Eiswand“. Diese stellt eine der bekanntesten Aufstiegswege des klassischen Bergsteigens in den Alpen dar. Die ersten, die den Erfurcht erweckenden Berg bestiegen, waren die Bergsteiger Paul Grohmann, Georg Samer und Peter Fuchs im Jahre 1865.
Über den Gliderferner und den Südwestgrat erreichte man nach 3½ Stunden den Gipfel. Der heutige Normalweg, der leichteste Anstieg, beginnt bei der auf 2710 Metern gelegenen Hochfeilerhütte und führt ebenfalls über den Südwestgrat in einer Gehzeit von etwa 3 Stunden zum Gipfel. Weitere lange Routen führen aus dem nördlich gelegenen Schlegeistal über die Rötenwand, und über den Ostgrat als kombinierte Klettertour Fels/Eis im Schwierigkeitsgrad UIAA IV ans Ziel. Die 300 Meter hohe bekannte Hochfeiler-Eiswand wird von Norden aus dem Schlegeistal begangen.


Autor: Christoph Praxmare Lizenz: Creative Commons

Stuibenfall

Der Stuibenfall ist mit einer Höhe von über 150 Metern der höchste Wasserfall in Tirol. Das beeindruckende Naturschauspiel entstand durch den Einsturz des Bergmassivs bei Köfels vor fast 10.000 Jahren und dem damit zusammenhängenden Entstehen des Tauferberges. Hierdurch staute sich das Wasser des Horlachbaches, der den Abgrund heute in imposanter Weise hinabstürzt.

Der Begriff Stuibenfall ist dabei vom Wort „stäuben“ abgeleitet und spielt auf das mächtige Schäumen des tosenden Wassers an. Besuchenswert ist der Stuibenfall vor allem wegen der fünf Aussichtsplattformen, die einen tollen Blick auf das Naturspektakel bieten, und wegen der quer über den Wasserfall verlaufenden Hängebrücke bei Niederthai. Daneben führt ein gemütlicher Rundwanderweg um den Stuibenfall, der auch von nicht geübten Wanderern begangen werden kann.

Wer das Adrenalin richtig spüren will, der kann bei Umhausen den Wasserfall auf einem beinahe unsichtbaren Drahtseil überqueren.

Auch für Urlauber, die sich hier zur Kur befinden, ist die Anlage optimal. Entlang des uralten "Waalweges" Richtung Stuibenfall befinden sich verschiedene Kneippanlagen, die die Durchblutung und den Kreislauf auf Schwung bringen.


Autor: Watz Lizenz: GNU

Schloss Bruck

Hoch über Lienz in einem idyllischen Landschaftspark im Südosten Tirols thront das märchenhafte Schloss Bruck. Im 13. Jahrhundert wurde es auf einer Hügelkuppe nahe des Lienzer Hausberges Hochstein erbaut und diente den Grafen von Görz lange Zeit als Wohnsitz. Das Schloss ist von einer 1,5 Meter dicken Ringmauer umschlossen, was in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kriegen für die Verteidigung notwendig war.
Nachdem das Schloss in den Jahrhunderten viele verschiedene Aufgaben zu bewältigen hatte – neben Residenzburg war es auch u.a. Brauerei oder Kaserne – wurde es 1942 von der Stadt Lienz gekauft und bis heute als Osttiroler Heimatmuseum genutzt. In den Jahren 1999 und 2000 wurde es umgebaut und vereint nun historische und neue Architektur sowie moderne Ausstellungsräume.

Das heutige Museum hat verschiedene Ausstellungsschwerpunkte zu bieten. Neben der Kunstsammlung aus fünf Jahrhunderten finden interessierte Besucher hier archäologische Funde aus frühgeschichtlicher Zeit, Objekte aus der Tiroler Volkskunde und Sammlungen aus dem naturkundlichen Bereich. Besonders hervorzuheben sind die Werke des österreichischen Malers Albin Egger-Lienz, die einen großen Teil der Kunstsammlung ausmachen.


© Eiswind / Wikimedia Commons

Arena Coaster

Arena Coaster heißt die neuste Attraktion im Zillertal. Die erste Alpen-Achterbahn im Zillertal bietet Ihnen Rodelspaß über das ganze Jahr. Dabei wurden Schienen an dem Berg entlang gebaut, auf denen Gondeln den Berg hinabsausen. Auf der fast 1,5 Kilometer langen Bahn wird eine Höhendifferenz von 140 Metern überwunden. Die höchste Stelle bei der 6 bis 7 Minuten langen Fahrt befindet sich 9 Meter über dem Boden. Dabei geht es in Kurven und Wellen mal bergauf und mal bergab. Zwei Kreisel und einige Sprünge sorgen für Adrenalinschübe ganz besonderer Art. Hier können sich Kinder und Erwachsene im Sommer und im Winter austoben.
Kinder ab 10 Jahren können den Arena Coaster dabei alleine fahren, Kinder ab 4 Jahren dürfen die Fahrt in Begleitung einer älteren Person von mindestens 16 Jahren mitmachen. Für zusätzlichen Spaß sorgt ein Abenteuerspielplatz, der den aufregenden Tag noch unvergesslicher macht.
Der Arena Coaster-Spaß beginnt direkt bei der Talstation der Zillertal Arena in Zell im Zillertal. Autobahn A12 Abfahrt Zillertal, weiter nach Zell.
Bitte beachten Sie, dass es wetterbedingt zu Einschränkungen des Arena Coaster kommen kann.


Autor: Günther J. Wolf Lizenz: public domain

Spannagelhöhle

Die Spannagelhöhle bei Hintertux ist eine touristisch genutzte Schauhöhle auf etwa 2500 Metern Höhe. Ihr Eingang befindet sich unterhalb des Spannagelhauses, eine nach Rudolf Spannagel benannte Schutzhütte des Österreichischen Touristenclubs. Etwa 10 Kilometer der Höhle sind bislang erforscht, wovon 500 Meter der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Während einer Führung durch die beeindruckende Höhlenlandschaft wird den Teilnehmern die Zusammensetzung der verschiedenen Materialien, die in der Höhle zu finden sind, erklärt. Dazu gehören Kristalle, unterschiedliche Marmorarten und Tropfsteine. Weiterhin werden viele interessante Informationen über die gesunde Höhlenluft gegeben, die sich durch ihre mineralische Zusammensetzung positiv bei Atemwegserkrankungen auswirkt. Hin und wieder begegnet man auch einer Fledermaus – die kleinen Tiere halten sich normalerweise hauptsächlich in der Tiefe der Höhle auf, einige verirren sich jedoch auch hin und wieder in den Eingangsbereich.
Im östlichen Teil der Höhle wurde ein Höhlenmuseum eingerichtet, in dem Objekte aus dem nicht begehbaren Teil des Berginneren ausgestellt werden.
Bevor die Höhle betreten wird, werden die Besucher mit der passenden Schutzkleidung (Helm und Schutzmantel) ausgestattet, so dass die Führung in das Berginnere zu einem sicheren Erlebnis wird.


Autor: Gehirnpfirsich Lizenz: GNU

Naturpark Zillertaler Alpen

Der Naturpark Zillertaler Alpen liegt nicht weit von der Besucherhochburg Mayrhofen entfernt. Von dort starten besonders im Sommer viele interessante Wanderungen zu unterschiedlichsten Themen durch den Naturpark. Diese einzigartige Hochgebirgslandschaft steht seit 1991 unter besonderem Schutz, doch erst 2001 bekam das Gebiet den Status eines Naturparks. Dieser erstreckt sich nun in einer Höhe von 1000 bis 3510 Metern auf einer Fläche von 379 Quadratkilometern.

Will man das gesamte Gebiet durchwandern, so ist man sieben Tage unterwegs, ohne auf eine öffentliche Straßen oder einen Lift zu stoßen. Sämtliche Infrastruktur zu touristischen Zwecken ist im Naturpark Zillertaler Alpen nämlich tabu. Nur so kann man wirksam die einzigartige Vegetation, die zahlreiche seltene Tierarten beheimatet, schützen. Wer sich auf Wanderschaft begibt, kann sich der acht Schutzhütten gewiss sein, die dem Wanderer eine willkommene Unterkunft zur Rast bieten.

Darüber hinaus gibt es viele Partnerbetriebe auf dem Gebiet der Zillertaler Alpen mit einem umfangreichen Angebot an Freizeitaktivitäten, die man im Naturpark ausüben darf. Insbesondere für Familien sind die Zillertaler Alpen ein besonders attraktives Urlaubsziel, denn hier lernen schon die Kleinsten, den Wert der Natur zu schätzen. Ob beim Beobachten der Tierwelt oder beim Sammeln von Mineralien, stets steht neben dem Vergnügen auch die Belange der Natur im Vordergrund.


Autor: Haneburger Lizenz: Creative Commons

Wallfahrtsort Maria Brettfall

Auf 700 Metern Höhe befindet sich am westlichen Eingang des Zillertales der Wallfahrtsort Maria Brettfall. Hier befindet sich eine kleine Kirche mit einem achteckigen Turm und ein Gasthaus, das früher von Einsiedlern als Wohnstätte genutzt wurde.

Der erste Einsiedler kam wohl 1536 in den Ort. Zu dieser Zeit ist im Schwazer Bergbuch die Rede von der „Erbauung von Kirchlein und Eremitage Maria am Brettfall“. Bereits um 1650 soll sich hier ein bekannter Pilgerort für Kranke und Blinde entwickelt haben, die hier auf Genesung hofften. Kurze Zeit später entstand eine aus Brettern gebaute Kapelle, aus der zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine kleine gemauerte Kirche entstand, die 1729 geweiht wurde und bis heute existiert. Seitdem wurden zahlreiche Neuerungen durchgeführt. Bei der ersten Restaurierung im 19. Jahrhundert wurden die Seitenaltäre geschaffen, in der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde ein Marienfresko mit einer Sonnenuhr über dem Eingang geschaffen. Nach einer erneuten Renovierung 2066/2007 wurden ein Jahr später auch die Kreuzwegstationen ausgebaut, die den Pilgerweg von dem Ort Strass nach Maria Brettfall säumen.
Neben der wunderschönen Landschaft und der Kirche ist auch die in dem Gotteshaus aufgestellte Krippe aus dem 19. Jahrhundert sehenswert.


© Nikater / Wikimedia Commons

Erlebnisweg Tux

Im hinteren Zillertal bei Tux werden Kinderträume wahr! Auf dem 8 Kilometer langen Erlebnisparcours warten 14 Stationen, die Groß und Klein zu überwinden haben. Bei der Auto-Wippe, dem Tarzan-Seilzug und der Wackelbrücke stellt sich schnell heraus, wer sich geschickter anstellt – die Kinder oder die Erwachsene. Eine Kurvenrutsche, eine Schaukelstation und mehrere Spielplätze sorgen für jede Menge Spaß. Nass wird es bei den Tuxer Wasserfällen, bei den Wasserspielen im Spiele-Teich oder bei den Wasserrädern. Und beim Heuhüpfen kann man sich richtig austoben – Bauernhoffeeling inklusive!
An mehreren Stempelstellen entlang des Weges können sich die Kinder Stempel abholen, die sie dann nach sechs erfolgreich gemeisterten Stationen gegen ein T-Shirt eintauschen können.

Der Erlebnisweg ist familiengerecht und selbstverständlich Kinderwagen- und Buggy-tauglich. Die Nutzung des Erlebnisweges ist kostenlos. Die Wanderung kann das ganze Jahr über gemacht werden, im Winter werden die Wege geräumt.

Erreichbar ist der Erlebnisweg über die Autobahn A12 über die Ausfahrt Zillertal und von dort über die B169 bis nach Tux/Vorderlanersbach.


Autor: Leo-setä Lizenz: Creative Commons

Schlegeisspeicher

Der Schlegeisspeicher ist einer von fünf Stauseen im Zillertal. In den 1960er Jahren wurde der Bau einer gewaltigen Talsperre begonnen, die das Wasser in dem Stausee sammeln sollte, um durch Wasserkraft Strom für die Region zu erzeugen. Das Wasserkraftwerk wurde 1970 in Betrieb genommen.
Auf einer Höhe von 1782 Metern bedeckt der Speicher knapp 2 Quadratkilometer des Schlegeisgrundes. Von hier fließt das Wasser zum Kraftwerk Roßhag und nach der Stromerzeugung dann zum Stillupsspeicher.

Der Stausee ist vor allem wegen des wunderschönen Alpenpanoramas besuchenswert. Ein Highlight ist die über 130 Meter hohe Staumauer um den See herum und die beeindruckende Aussicht auf die Zillertaler Alpen mit ihren Gletschern. Etwa 600 Meter über dem Stausee befindet sich die Olpererhütte, eine Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins, die in einem 1,5-stündigen Fußmarsch zu erreichen ist.

Bei einem Ausflug zum Schlegeisspeicher ist die Fahrt über die 15 Kilometer lange Alpenstraße ein weiteres Highlight. Die verschlungenen Wege führen teilweise am Berg entlang und teilweise durch Natursteintunnel hindurch, was vor allem Motorradfahrer anlockt. Die mautpflichtige Straße ist nur im Sommer geöffnet.